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Standortfaktoren:
Allgemeines
über Standortverhältnisse
Temperatur
Geländeform
Licht
Bodenfeuchte
Boden
Wind
Allgemeines
über Standortverhältnisse Um lange Freude an den Pflanzen
zu haben (und möglichst wenig Arbeit) ist es sehr wichtig, vor der Auswahl
genau zu überlegen, welche Standortverhältnisse Sie den Pflanzen bieten
können.Nur bei sorgfältiger Auswahl bleiben die Pflanzen gesund
und wachsen üppig, so daß der gewünschte Gestaltungs-Effekt nach
relativ kurzer Zeit eintritt.Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die unten
genannten Fragen für sich zu beantworten, dann fragen Sie Ihre Nachbarn,
die schon längere Gärtner-Erfahrung haben, Ihre lokale Baufirma, im
nächsten Gartencenter oder informieren Sie sich im lokalen Gartenbau-Verein.
Um die Eigenschaften des Bodens einschließlich pH-Wert zu ermitteln,
sollten Sie mehrere Proben des Bodens entnehmen und untersuchen lassen. Diese
Proben kosten nicht viel und ersparen evt. viel Geld und Zeit. Sie können
z.B. Proben durchführen lassen bei: Landwirtschaftliche Untersuchungs- und
Forschungsanstalt Bonn (LUFA) Siebengebirgsstraße 200 53229 Bonn
Tel. (02 28) 434 -220/-223 Fax: (02 28) 434 202 Solche Proben kann man
auch selbst durchführen: Zubehör gibt es z.B. online bei http://www.quick-lab.de/angebote.html
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Temperatur Welche allgemeinen Klimaverhältnisse
bzw. Kleinklima-Verhältnisse beeinflussen die zu bepflanzende Fläche?
- Wohnen Sie in einer klimatisch besonders begünstigen Gegend, wie z.B.
Weinbaugegend?
- Wohnen Sie in einer Gegend mit besonders rauhem Klima,
wie Mittelgebierge oder Voralpenland?
- Liegt das Grundstück mitten
in der Stadt und ist dadurch bsonders geschützt oder gar durch besondere
Hitzestrahlung belastet?
- Liegt das Grundstück relativ ungeschützt
in der freien Landschaft?
- Liegt das Grundstück in einer frostanfälligen
Senke?
Geländeform
- Ist die zu bepflanzende Fläche geneigt oder gestuft?
Wenn ja,
in welche Himmelsrichtung? Gibt es Hang-Quellen, die
für besonders feuchten Boden sorgen?
- Liegt das Grundstück in
einer Mulde?
Wenn ja, ist es besonders frostgefährdet? Ist es durch
hohen Grundwasserstand beeinflußt?
- Liegt das Grundstück recht
frei auf einer Kuppe oder in einem windoffenen Tal?
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Lichtverhältnisse Die Lichtverhältnisse
sind genau zu beobachten. Sie können durch verschiedenste Faktoren beinflußt
sein: - Gebäude (auch auf dem Nachbargrundstück
- Mauern
oder Hecken
- Bäume (auch auf dem Nachbargrundstücke)
- Ausrichtung
zur Himmeslrichtung
- (nicht in unseren Breitengraden: extrem kurze Tage
in Pol-Nähe)
Man unterscheidet folgende Licht-Verhältnisse:
-
Sonnige Standorte:
Hier unterscheidet man nochmals zwischen Standorten
für Vollllicht-Pflanzen, die uneingschränkte Sonneneinstrahlung wünschen
und vertragen und Lichtpflanzen, die im Sommer zwischen 9 und 15 Uhr mindestens
4 Stunden Sonne benötigen Pflanzen, die sich für Vollsonnige Standorte
eignen, sind meist durch besondere Gestalt an die (auch sehr trockenen) Verhältnisse
angepaßt. Sie haben ein dichtes Feinwurzel-Netz, kleine Blätter,
Dornen statt Blätter oder eine Wachsschicht, bzw. Haare auf den Blättern.
Extreme Anpassung haben Sukkulente (z.B. Opuntien) durch die Ausbildung von Wasserspeicher-Organen
-
Absonnige
Standorte:
Diese liegen weder im direkten Schatten, noch werden Sie vom
vollen Sonnenlicht getroffen. Das können nordseitig ausgerichtetet Hanglagen
sein oder wenig besonnte Seiten von Trockenmauern sowie Gehölzränder
mit mehr als halbschattiger aber noch nicht sonniger Lage. Diese Standorte
eigenen sich für viele Immergrüne Pflanzen, die vor allem unter Wintersonne
leiden und eine hohe Luftfeuchtigkeit lieben.
-
Halbschattige Standorte.
Liegen zwischen absonnigen und schattigen Standorten
-
Schattige
Standorte:
Standorte, die nur 1-20% des vollen Lichtes bekommen. Diese
Standorte haben höchstens vor 9.00 oder nach 15.00 Uhr Sonnenlicht. Pflanzen
sind häufig durch besonders große, dunkelgrüne (viel Chlorophyll),
zarte Blätter an schattige Standorte angepaßt. Sie besitzen einen
geringeren Verdunstungschutz als Pflanzen sonniger Standorte, so daß sie
auf den schattigen Standort unbedingt angewiesen sind. Andere Pflanzen können
Schattern vertragen, können aber auch auf sonnigeren Standorten gedeihen.
Diese Pflanzen eignen sich für Neuanlagen, wenn die schattenspendenden Gehölze
noch sehr klein sind. Man unterscheidet durch Bäume und durch Gebäude
bzw. Mauern geprägte Schattenstandorte, die sich in einigen Punkten unterscheiden:
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Baumschatten
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Gebäudeschatten
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| Boden
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Bäume sind Konkurrenten in Nahrung und Wasser, liefern aber Laubhumus
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keine Konkurrenz aber auch keine Humuslieferung
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Luft-Feuchte
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durch Verdunstung
höher
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kein Unterschied
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Tropfenfall
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stark
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keiner
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| Lichtverhältnisse
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schwanken im Jahresverlauf, im Frühjahr vor dem Laubaustritt oft heller.Bäume
sind ganzjährig etwas Lichtdurchlässig. geringer Streulichteinfall
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regelmäßige Verhältnisse im Jahresverlauf.Gebäude
sind absolut lichtundurchlässig im Gegensatz zu Laubbäumen. größerer
Streulichteinfall
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| Wurzeln
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Starke oberflächennahe Durchwurzelung behindert Unterwuchs
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keine Durchwurzelung
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| Temperatur
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wenig Tab-Nacht-Schwankungen
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größere
Tag-Nachtschwankungen
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Bodenfeuchte:
Um abschätzen zu können, welche Pflanzen für Ihren Garten
geeignet sind, müssen Sie die Bodenfeuchtigkeit nach vier Abstufungen unterscheiden: Trocken:
Der Boden fühlt sich fast immer trocken an. Trockenen Boden findet man
in sonnigen Hanglagen bei gutem Wasserabzug oder im Regenschatten von Gebäuden
oder in kleinen Pflanzinseln auf großen versiegelten Flächen. Auch
ständig starker Wind kann einen Boden austrocknene! Frisch:
Meist fühlt sich der Boden etwas feucht an, zeitweilig kann er aber
auch trocken sein oder viel Feuchtigkeit enthalten. Feucht: Der
Boden ist fast ganzjährig feucht. Diese Verhältnisse findet man ingrundwassernahen
Lagen. Feuchter Boden läßt sich in der Hand formen ohne zu zerbröckeln. Naß: Nasse
Böden erkennt man daran, daß eine Grube sich mit Wasser füllt,
weil mehr Wasser vorhanden ist, als der Boden aufnehmen kann.Die meisten
Pflanzen haben eine gewisse Toleranz in Ihren Feuchtigkeitsansprüchen. Eine
Pflanze, die für trockenen Boden geeignet ist, verträgt in den meisten
Fällen auch frischen Boden.
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Bodenverhältnisse: Man unterscheidet
extreme Bodenverhältnisse, auf denen nur besonders geeignete Pflanzen
gedeihen und normale Gartenböden, die für fast alle Pflanzen geeignet
sind. Für jeden extremen Standort gibt es geeignete Pflanzengesellschaften,
mit denen reizvolle, pflegearme und langlebige Bepflanzungen gestaltet werden
können. Dies ist in jedem Fall sinnvoller, als mit großem Aufwand
einen solchen Stanort ändern zu wollen. (Beispiel: Durch Torfgaben auf
kalkhaltigem Boden einen Heidegarten anlegen) Extreme Standorte sind:
-
nährstoffarme
Sandböden mit niedrigem pH-Wert
Diese Standorte eignen sich für die Anlage
eines Heidegartens
-
humusreiche, absonnige Standorte mit niedrigem
pH-Wert
Für Rhododendron und deren Begleitpflanzen geeignet
-
extrem
mooriger Boden
Anlage eines Moorbeetes
-
Mit Schotter
durchsetzter, durchlässiger Boden mit hohem Kalkgehalt
Anlage einer Felssteppe,
Steingarten
-
sehr nasse Böden
Wasserflächen, Sumpfbeete
Der "normale Gartenboden" : Dieser ist gekennzeichnet
durch einen guten Wasserabzug, durchschnittlichen pH-Wert (mehr oder weniger neutrale
Bodenreaktion) Humus- und leichten Lehmanteil. Letzteres läßt sich
feststellen, in dem man einen Klumpen Erde in der Hand formt. Läßt
sich die Erde nicht formen, sondern zerbröckelt sofort, dann ist der Boden
stark sandig mit geringem Lehmanteil. Läßt sich ein Klumpen formen,
ist der Lehmanteil durchschnittlich. Läßt sich der Boden zu einer Wurst
rollen, ohne sofort zu bröckeln, dann ist der Lehm und Tonanateil recht hoch.
In letzterem Fall ist es besonders wichtig, daß der Boden gut aufgelockert
wird, vor allem wenn er nach dem Hausbau durch schwere Maschinen zusätzlich
verdichtet wurde. Dies gelingt neben mechanischer Tiefenlockerung auch durch die
Einsaat einer Gründüngung (z.B. Senfsaat) deren Wurzeln den Boden lockern.
Wichtig
ist die Anreicherung des Bodens mit Humus-Material in Form von Gründügung,
Stallmist, Kompost oder Rindenhumus. Alle dieses organische Material soll nur
oberflächlich aufgebracht und nicht untergearbeitet werden!Schwere
Böden können durch Zugabe von Estrichsand verbessert werden. Diese
Maßnahmen sind zwar einmalig Kosten- und Arbeitsintensiv, erleichtern aber
die Arbeit in den Folgejahren und sorgen für gesundes schnelles Wachstum
der Pflanzen. Zusätzlich gibt es noch eine Reihe Bodenverbessernder Zusatzstoffe,
wie z.B. Algen-Produkte und Gesteinsmehle. Der PH-Wert des Bodens läßt
sich am Besten durch eine Bodenuntersuchung ermitteln. Man kann dafür kleine
Geräte mit einem Meßstab kaufen (In jedem Gartencenter erhältlich). Man
unterscheidet folgende pH-Wert -Bereiche:stark sauer: pH unter 5
leicht sauer: pH 5-6,5
neutral: pH 6,5-7
leicht alkalisch pH 7-7,5
stark alkalisch pH über 7,5
Wind:
Windige Lagen finden sich nicht nur im freien ausgesetzten Gelände,
sondern durch besondere Düsenwirkung auch zwischen Gebäuden. Hier
sind besonders Dachgärten zu nennen, die entweder sehr geschützt liegen
können und dann geringen Luftaustausch und evt große Hitzeeinstrahlung
haben, oder sehr zugig sind. Auch für extrem windige Lagen sind
mache Pflanzen besonders gut angepaßt. Sie sind kleinwüchsig, haben
kleine Blätter und biegsames Holz.Pflanzen mit großen Blättern
haben Probleme, weil die Blätter einreißen.
Zu
berücksichtigen ist auch, daß der Boden in ständig windigen Lagen
zumindest oberflächlich stark austrocknet! Innenhöfe
sind meist sehr windgeschützt und deshalb für empfindliche Arten recht
geeignet.
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